Frag ChatGPT mal, wer du bist — du wirst dich wundern
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Immer mehr Menschen fragen keine Suchmaschine mehr, sondern eine KI: „Ist die Firma seriös?" Die Frage ist nur — was erzählt die KI da eigentlich über deinen Betrieb? Mach den Fünf-Minuten-Test.
Mach mal einen Test, jetzt gleich, dauert fünf Minuten. Öffne ChatGPT und frag: „Was kannst du mir über [dein Firmenname] erzählen?" Und dann lies genau.
Bei vielen kommt jetzt etwas zurück, das fast stimmt. Das richtige Gewerbe, der richtige Ort — und dann ein Gründungsjahr, das nie so war. Ein Inhaber, der nie existiert hat. Eine Mitarbeiterzahl aus dem Nichts. Klingt alles souverän, flüssig, überzeugend. Und ist zur Hälfte erfunden.
Das ist kein Fehler — so funktioniert das Ding
Eine KI wie ChatGPT „weiß" nichts über deinen Betrieb. Sie rechnet aus, welches Wort statistisch am wahrscheinlichsten als nächstes kommt. Wenn im Netz wenig Handfestes über dich steht, füllt sie die Lücken mit dem, was plausibel klingt — nicht mit dem, was wahr ist. Fachleute nennen das Halluzinieren. Für dich heißt es: Die KI erzählt fremden Menschen Dinge über deine Firma, die du nie gesagt hast.
Und bevor du fragst: Ja, mir sind auch die Schlagzeilen begegnet — „96 Prozent aller Geschäftsführer werden von der KI falsch dargestellt". Ich nenne die Zahl bewusst nicht als Fakt. Sie stammt aus der Pressemitteilung einer Agentur, die genau dieses Problem lösen will. Das Phänomen ist real. Die dramatische Prozentzahl ist Marketing. Frag dich bei sowas immer: Wer hat die Zahl in Umlauf gebracht?
Warum dich das angeht — auch als kleiner Betrieb
Nach Angaben von OpenAI nutzen inzwischen Hunderte Millionen Menschen ChatGPT — Woche für Woche. Immer mehr tippen ihre Frage nicht mehr bei Google ein, sondern fragen die KI direkt: „Wer macht in meiner Gegend Fliesen? Ist die Firma X seriös?" Wenn die KI dann Unsinn über dich erzählt — oder dich gar nicht kennt — verlierst du einen Kunden, von dem du nie erfahren wirst, dass es ihn gab.
Was du dagegen tust — ganz sicher nichts kaufen
Es gibt jetzt schon Anbieter, die dir „KI-Reputationsmanagement" verkaufen wollen. Spar dir das erstmal. Du beeinflusst, was die KI über dich sagt, über genau die Sache, die sie füttert: klare, korrekte, überall gleiche Angaben über deinen Betrieb. Je weniger Lücken du lässt, desto weniger muss sich die KI zusammenreimen.
Bringt dir nichts
- Teure „KI-Reputationspakete" auf Basis von Angstmache.
- In Panik verfallen, weil die KI einmal Mist erzählt hat.
- Widersprüchliche Angaben auf zehn verschiedenen Portalen.
- Gar nicht erst nachschauen, was über dich kursiert.
Bringt dir wirklich was
- Website mit sauberem Impressum und echten, aktuellen Infos.
- Google-Unternehmensprofil gepflegt und vollständig.
- Überall dieselbe Firmierung, Adresse, Geschichte.
- Regelmäßig selbst nachschauen, was die KI erzählt.
Das ist kein Trick und kein Abo. Das ist Hausaufgabe. Und die kannst du zum großen Teil selbst machen.
Der Fünf-Minuten-Test — Schritt für Schritt
1. Frag die KI direkt nach dir. „Was kannst du mir über [Firmenname] in [Ort] erzählen?" Und ruhig eine zweite KI dazu — verschiedene Systeme erzählen oft Verschiedenes.
2. Schreib auf, was falsch ist. Gründungsjahr, Inhaber, Leistungen, Bewertungen — markiere jeden Punkt, der nicht stimmt oder frei erfunden wirkt.
3. Such die Quelle der Lücke. Meistens erfindet die KI genau dort, wo im Netz nichts Verlässliches steht. Kein Impressum, kein gepflegtes Profil, keine klare Info — das ist der Nährboden.
4. Stopf die Löcher. Ergänze die fehlenden Angaben dort, wo die KI sie holt: deine eigene Seite und dein Google-Profil zuerst.
Was sagt die KI wirklich über dich?
Genau das prüft meine Master-Analyse (399 €) — und nur die (mein günstigerer 149-€-Report macht keinen KI-Teil): ob KI-Systeme deine Marke kennen und empfehlen, was sie über dich sagen — und woran es liegt (fehlende Schema-Daten, unauffindbare Infos, keine zitierbaren Inhalte). Kein Reputations-Abo, eine ehrliche Standortbestimmung mit konkreten Schritten.
Zur Master-AnalyseErst ein Beispiel sehen
So sieht eine vollständige Master-Analyse aus — inklusive des KI-Sichtbarkeits-Teils.
Master-Beispiel ansehenHäufige Fragen
Kann ich der KI verbieten, Falsches über mich zu sagen?
Direkt abstellen kannst du es nicht — es gibt keinen Knopf dafür. Du kannst nur die Grundlage verbessern: je mehr korrekte, konsistente Infos über dich im Netz stehen, desto seltener erfindet die KI etwas.
Warum sagt jede KI etwas anderes über meine Firma?
Weil jedes System auf anderen Daten und Verfahren beruht. Deshalb lohnt es sich, mehrere zu fragen — so siehst du, wo überall Lücken sind.
Muss ich jetzt ein KI-Reputationsmanagement buchen?
Nein. Das meiste, was hilft, ist saubere Basisarbeit an deiner eigenen Seite und deinem Google-Profil — die kannst du selbst oder mit überschaubarer Hilfe machen. Lass dir kein teures Abo aus Angst andrehen.
Unterm Strich: Die KI redet längst über deinen Betrieb, ob du willst oder nicht. Der erste Schritt ist nicht, in Panik etwas zu kaufen — sondern hinzuschauen. Mach den Test, dann weißt du, wo du stehst.
Quellen & zum Weiterlesen
- IBM, What are AI hallucinations? (warum KI plausibel klingende Fakten erfindet) — ibm.com
- Pew Research Center, Google users are less likely to click on links when an AI summary appears (22.07.2025) — pewresearch.org