Website-SEO optimieren: bei Google gefunden werden — Klartext-Artikel von Peter Kowalewski

Website-SEO optimieren: bei Google gefunden werden — ohne Tricks, ohne Agentur-Vertrag

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Website-SEO optimieren: bei Google gefunden werden — ohne Tricks, ohne Agentur-Vertrag

Die kostenlosen Werkzeuge, mit denen du die Suchbegriffe deiner Kunden findest, Titel und Beschreibung richtig schreibst — und die Seiten aufspürst, die schon fast ranken und nur einen Schubs brauchen.

Peter Kowalewski Anlagenmechaniker SHK & Webentwickler 8 Min. Lesezeit

In den fünf Hebeln zur Website-Optimierung ging es um das große Ganze — mobil, Ladezeit, Vertrauen, klare Texte. Dieser Artikel nimmt sich nur einen davon vor und geht in die Tiefe: bei Google gefunden werden. Alles darin ist kostenlos, nichts davon braucht eine Agentur — und am Ende kennst du den Bericht, den SEO-Dienstleister dir gern als Geheimwissen verkaufen.

Schritt null: Steht deine Seite überhaupt bei Google?

Bevor du irgendetwas optimierst, gehört eine Frage geklärt, die überraschend oft übersprungen wird: Kennt Google deine Seiten überhaupt? Tippe bei Google site:deine-adresse.de ein (ohne Leerzeichen nach dem Doppelpunkt). Du siehst alle Seiten, die Google von dir im Index hat. Fehlen dort wichtige Seiten — oder kommt fast nichts —, kannst du texten, so viel du willst: Was nicht im Index ist, kann nicht gefunden werden.

Häufige Gründe, warum Seiten fehlen: Sie sind zu neu (Google braucht Wochen, bis es kleine Websites regelmäßig besucht), sie sind nirgends verlinkt, oder im Baukasten ist versehentlich ein Haken wie „Seite für Suchmaschinen verbergen" gesetzt — das prüfst du in den Seiten-Einstellungen. Den Rest dieses Problems löst das Werkzeug, um das es gleich ausführlich geht: die Google Search Console. Dort siehst du unter „Seiten", was im Index ist und was nicht — und kannst fehlende Seiten zur Aufnahme einreichen.

Wie Google entscheidet — in einem Absatz

Vergiss das Bild vom launischen Algorithmus, den man austricksen muss. Google ist ein Vermittler mit einem simplen Job: Jemand tippt eine Frage ein, Google zeigt die Seiten, die diese Frage am glaubwürdigsten beantworten. Deine ganze SEO-Arbeit besteht darin, für die Fragen deiner Kunden die beste Antwort-Seite zu sein — und Google das Verstehen leicht zu machen. Jeder der folgenden Schritte tut genau das, nicht mehr.

Die Suchbegriffe deiner Kunden finden — kostenlos

Dass deine Seiten nach Kundenworten heißen sollten statt nach Fachbegriffen, kennst du aus den fünf Hebeln. Hier ist das Handwerkszeug, um diese Kundenworte systematisch zu finden — drei kostenlose Methoden, keine Anmeldung nötig:

1

Die Google-Vervollständigung. Tippe deine Leistung langsam ins Suchfeld und schau, was Google vorschlägt: „badsanierung k…" wird zu „badsanierung kosten", „badsanierung kleines bad". Das sind keine Vermutungen — das sind echte Suchanfragen echter Menschen, live aus Googles Daten.

2

Der Kasten „Weitere Fragen". Such nach deiner Leistung und schau auf die aufklappbaren Fragen mitten in den Ergebnissen („Was kostet…?", „Wie lange dauert…?"). Jede dieser Fragen, die du auf deiner Seite in einem Absatz beantwortest, ist eine Chance, genau dort aufzutauchen.

3

Deine eigene Search Console. Die Königsmethode — dazu gleich mehr: Dort steht schwarz auf weiß, mit welchen Suchbegriffen Menschen dich JETZT schon finden. Auch die, an die du nie gedacht hättest.

Die Meta-Description: 160 Zeichen, die über den Klick entscheiden

Den Seitentitel nach dem Muster Leistung + Ort kennst du aus den fünf Hebeln — hier geht es um seinen vergessenen Zwilling. Unter dem blauen Titel zeigt Google zwei Zeilen grauen Text: die Meta-Description. Sie entscheidet nicht über deine Position — aber sie entscheidet, ob jemand deinen Treffer anklickt oder den darüber. Und die meisten kleinen Websites überlassen diesen Text dem Zufall: Google klaubt sich dann irgendeinen Satzfetzen von der Seite zusammen, gern den Cookie-Hinweis.

Du findest das Feld in den Seiten-Einstellungen deines Baukastens (meist direkt unter dem Seitentitel, heißt „Beschreibung" oder „Meta-Description"). Die Formel für gute 160 Zeichen: Was bekommt der Suchende bei dir + ein Grund, dich zu wählen + eine Handlung. Zum Beispiel: „Badsanierung in Moers aus einer Hand — Festpreis-Angebot in 48 Stunden, Referenzen aus Ihrer Nähe. Jetzt anrufen und Vor-Ort-Termin sichern." Schreib sie wie eine Kleinanzeige, nicht wie ein Inhaltsverzeichnis: Sie ist Werbung für den Klick, die einzige, die bei Google kostenlos ist.

Überschriften: eine Treppe, kein Etikettensalat

Google liest deine Überschriften als Gliederung. Dafür gibt es eine einfache Regel, gegen die erstaunlich viele Seiten verstoßen: Jede Seite hat genau EINE Hauptüberschrift (im Baukasten „H1" oder „Überschrift 1") — die sagt, worum es auf der ganzen Seite geht. Darunter gliedern Zwischenüberschriften („H2") die Abschnitte, wie Kapitel in einem Buch. Wer Überschriften nach Optik wählt („H3 sieht hübscher aus"), baut für Google ein Buch mit drei Deckblättern und ohne Kapitel. Die Treppe zählt: erst H1, dann H2, für Unterpunkte H3 — und der Text darunter beantwortet, was die Überschrift verspricht.

Interne Links: Zeig Google, was zusammengehört

Der am meisten unterschätzte SEO-Handgriff kostet null Euro und fünf Minuten pro Seite: Verlinke deine eigenen Seiten untereinander — im Fließtext, mit sprechenden Linktexten. Von der Startseite zur Leistungsseite („Mehr zur Badsanierung"), von der Leistungsseite zur passenden Referenz, vom Blogartikel zum Angebot. Zwei Effekte: Besucher bleiben länger, weil der nächste Schritt immer da ist. Und Google versteht deine Website als zusammenhängendes Themengebiet statt als lose Zettelsammlung — Seiten, auf die intern nichts zeigt, hält Google für unwichtig. Faustregel: Jede wichtige Seite bekommt mindestens zwei interne Links von anderen Seiten, und der Linktext sagt, was einen erwartet („hier klicken" sagt nichts).

Die Seite-2-Goldgrube: der Bericht, der dir zeigt, wo es sich lohnt

Jetzt zum wertvollsten Teil — dem Arbeitsablauf, mit dem du jeden Monat in einer Viertelstunde die lohnendsten Baustellen findest. Du brauchst die Google Search Console: Googles kostenloses Berichts-Werkzeug für Website-Betreiber (search.google.com/search-console, Anmeldung mit Google-Konto, Bestätigung der Website einmalig — dein Baukasten hat dafür eine Hilfe-Seite).

1

Öffne den Bericht „Leistung". Du siehst, für welche Suchbegriffe du erschienen bist (Impressionen) und wie oft geklickt wurde.

2

Sortiere nach Impressionen und such die Begriffe mit durchschnittlicher Position zwischen 8 und 20 — Ende Seite eins, Anfang Seite zwei. Das ist die Goldgrube: Google findet dich für diese Suche schon relevant, aber noch nicht überzeugend.

3

Gib der Seite, die dort rankt, gezielt einen Schubs: Beantworte die Suchanfrage im Text direkter, ergänze den Begriff im Seitentitel und in einer Zwischenüberschrift, verlinke intern von zwei anderen Seiten darauf, prüfe die Meta-Description.

4

Vier Wochen später wieder reinschauen. Position besser? Nächster Begriff. So arbeitest du immer an der Stelle, wo die geringste Arbeit den größten Sprung bringt — statt ins Blaue zu texten.

Warum das so wirksam ist: Von Position 15 auf Position 5 zu kommen ist oft ein Nachmittag Arbeit. Von Position 50 auf Position 5 ist ein Jahr. Die Search Console zeigt dir, wo du schon auf 15 stehst — SEO-Dienstleister nennen so etwas „Quick Wins" und lassen es sich monatlich bezahlen. Der Bericht ist kostenlos.

Ehrliche Erwartungen: die Zeitachse

Damit du dranbleibst statt aufzugeben: SEO wirkt in Wochen und Monaten, nicht in Tagen. Eine geänderte Seite nimmt Google meist innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen neu auf; ob sich die Position verbessert, siehst du realistisch nach vier bis acht Wochen; und eine neue Seite auf einen umkämpften Begriff kann Monate brauchen — je nach Konkurrenz. Wer dir schnellere Ergebnisse garantiert, verkauft dir etwas, das er nicht kontrolliert: Googles Ergebnisse gehören Google. Das gleiche Garantie-Muster gibt es übrigens auch bei der KI-Sichtbarkeit — dort wie hier gilt: Den Platz kann niemand verkaufen, nur die Arbeit dorthin.

Was du dir sparen kannst

  • „Wir bringen Sie auf Platz 1"-Angebote. Seriöse Dienstleister versprechen Arbeit und Transparenz, keine Positionen. Wer die Platzierung garantiert, garantiert etwas Fremdes.
  • SEO-Monats-Retainer ohne Leistungsnachweis. „Laufende Optimierung" für dreistellige Monatsbeträge, deren Report nur Grafiken zeigt: Frag konkret, welche Seiten diesen Monat angefasst wurden und warum. Bei einer Fünf-Seiten-Website ist nach der Grundarbeit schlicht nicht jeden Monat etwas zu tun — der Seite-2-Ablauf oben ersetzt genau dieses Paket.
  • Keyword-Dichte-Rechnerei. Der Mythos, ein Begriff müsse x-mal im Text stehen — warum das seit Jahren nicht mehr stimmt, steht bei den fünf Hebeln.

SEO ist kein Trick, den man kauft. Es ist die Arbeit, für die Fragen deiner Kunden die beste Antwort zu sein — und Google beim Verstehen zu helfen.

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